Effective Überwachung und Optimierung der Fütterung

24 Mai 2023 Neuigkeiten 3 min

Arbeitsroutine mit dem Transitphasen- & Fütterungsmodul

Neben der Tiergesundheit und der Fruchtbarkeit zählt die Fütterung von Milchkühen zu den wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Milchproduktion. Dabei sind das Fütterungsmanagement und die Zusammenstellung der Ration als Komponenten der Fütterung einer Milchviehherde zu nennen. Um eine optimale Fütterung zu gewährleisten, ist es wichtig den Fütterungsprozess genau zu überwachen und zu optimieren.

Sensortechnik kann inzwischen viel mehr als nur Brunsterkennung. Welche Vorteile der Einsatz von Sensortechnik bietet und wie man die Fütterung einfach überwachen und optimieren kann, wird im Folgenden erläutert. Alexander Stelljes, Herdenmanager bei Benninghoff MilchEnergie, schätzt den Einsatz von Sensortechnik besonders im Bereich des Fütterungsmanagements, da man der Kuh nicht in den Pansen schauen kann und häufig nur auf Basis von Vermutungen Entscheidungen trifft.

 

Fakten anstelle von Bauchgefühl

Das Transitphasen- & Fütterungsmodul von CowManager bietet mehrere Funktionen. Mithilfe von Grafiken können Ereignisse wie die Abkalbung und der Zeitpunkt des Trockenstellens im Detail analysiert werden. Mit der Vergleichsfunktion können aktuelle Daten mit dem Vormonat oder anderen beliebigen Zeiträumen sowie verschiedener Gruppen miteinander verglichen werden. So lässt sich die Fütterungsarbeit evaluieren und man kann datenbasiert entscheiden, ob die Ration angepasst werden muss. Durch die Nutzung des Transitphasen- & Fütterungsmoduls arbeitet man nicht mehr anhand von Bauchgefühlen, sondern agiert mit Hilfe von Daten, Zahlen und Fakten.

Veränderungen in der Herde werden durch Alexander Stelljes sofort identifiziert. In der Gruppenübersicht kontrolliert er täglich die Fress- und Wiederkauzeiten aufgeteilt nach Färsen und Kühen. Dabei liegt die Fresszeit bei ca. fünf Stunden und die Wiederkauzeit bei ca. acht bis neun Stunden. Nähern sich Fress- und Wiederkauzeit zu stark an, bedeutet das für den Herdenmanager, dass die Ration zu scharf ist und das Risiko für eine Azidose steigt.

Alexander Stelljes nutzt das Transitphasen- & Fütterungsmodul ebenfalls in der Zusammenarbeit mit seinem Fütterungsberater. Das Problem in der Fütterungsberatung ist häufig, dass nur von Momentaufnahmen gesprochen wird. Durch den Zugang zu allen Daten können Alexander Stelljes und sein Fütterungsberater sich im Rahmen regelmäßiger Telefonate über die aktuellen Entwicklungen in der Herde austauschen. Diese Kooperationsgrundlage wird schnell zum täglichen Begleiter und bietet eine super Schnittstelle zu externen Beratern.

 

Ungereimtheiten sichtbar machen

Das Transitphasen- & Fütterungsmodul bietet nicht nur eine minutengenaue Datenauswertung aller Fütterungskurven, sondern auch Hinweise auf Managementfehler wie Zero-Events oder Hitzestress. Wenn im System z.B. Gruppenalarme immer zur selben Zeit auftauchen, spricht das laut Alexander Stelljes dafür, dass der Futtertisch zu lange leer ist oder das Futter zu lange nicht herangeschoben wurde.

Darüber hinaus kann Hitzestress durch eine spezielle Alarmliste klar erkannt werden. Wenn ein Tier unter Hitzestress leidet, steigt die Ohr-Innentemperatur stark an, während die Fress- und Wiederkauzeit sinkt. Alexander Stelljes berichtet aus der Praxis, dass es „häufig Wochen dauert bis sie sich wieder erholen“. Durch den Hinweis aus dem System können sofort Maßnahmen ergriffen und eine langfristige Strategie gegen Hitzestress entwickelt werden.

 

Überwachung der Transitphase

Die Transitphase stellt den herausforderndsten Zeitraum im Herdenmanagement dar. Insbesondere im Trockenstand bleiben Problemtiere oft unentdeckt, weil sie nicht unter täglicher Beobachtung, beispielsweise durch das Melken, stehen. Alexander Stelljes findet: „durch die Sensortechnik ist vor allem der Trockenstand und die Trockensteherfütterung viel transparenter geworden. Neben den Gruppenauswertungen werden wir durch die Transitalarme auch über trockenstehende Kühe informiert, die in den Fresszeiten unter dem Niveau der Gruppe bleiben. Kühe, die ein unterschwelliges Problem haben, sind uns sonst, trotz täglicher Kontrollen, erst nach der Kalbung durch die Milchmengenmessung aufgefallen, da sie optisch gut aussahen.“

Das Fazit ist klar: Durch den Einsatz des Transitphasen- & Fütterungsmoduls gewinnt man nicht nur an Zeit, sondern auch an Transparenz und Sicherheit bei der Fütterung. Mit Hilfe von Daten und Fakten kann der Fütterungsprozess optimal auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt werden und Managementfehler können vermieden werden.

Alexander Stelljes zeigt sich begeistert: „Dank des Transitphasen- & Fütterungsmoduls können wir unsere Herde noch sensibler managen. Wir möchten das Modul nicht mehr missen und sind gespannt wie es sich in Zukunft weiterentwickelt.“

Module & Zusatzfunktionen

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Fruchtbarkeitsmodul

Trächtigkeitsrate durch unsere automatisierte Brunsterkennung verbessern.

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Gesundheitsmodul

Erkennen Sie Erkrankungen 1 bis 2 Tage vor den ersten Anzeichen einer klinischen Erkrankung.

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Fütterungsüberwachung

Veränderungen im Fress- und Wiederkäuverhalten überwachen, auch auf Gruppenebene.

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Auto-Selektion

Das Selektionstor übernimmt die Arbeit für Sie. Automatische Selektion von Kühen auf Basis von Alarmen.

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Find my Cow

Finden Sie brünstige oder kranke Kühe sowie Tiere, die sich in der falschen Gruppe befinden im Handumdrehen.

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MultiView

Nutzen Sie MultiView um ausgewählte Daten mit Ihren Mitarbeitern und Spezialisten zu teilen.

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Transitphase

Optimale Gesundheit mit der Transitphasen-Überwachung ermöglichen.

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Kälberüberwachung

Optimale Gesundheit mit der Transitphasen-Überwachung ermöglichen.

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